Fenster


Besondere Bedeutung hatte auf einer mittelalterlichen Burg das Fenster. Die Rundbogenfensterchen an Waldviertler Burgen des 12. und 13. Jh. waren relativ sehr klein. Ihre Steinrahmung besaß innen eine Steinrille, eine Nut, in die der genau abgeformte Holzrahmen passte. Solche Fenster waren vor allem nord- und westseitig sehr vonnöten. Bisweilen war der Holzrahmen in einer fein ausgemeißelten Rille in mittlerer Fenstertiefe verklammert; manche Holzrahmenreste haben sich sogar bis heute erhalten (Zwettl-Propstei, Steinegg). Der Rahmen war einst mit Pergament überspannt, auf reichen Burgen vielleicht sogar mit dünnen Alabasterschichten "verglast".

Datum der letzten Bearbeitung / Aktualisierung: 24. September 2003