| Die ersten steinernen Burgen entstanden während des 12. Jahrhunderts als
Bollwerk gegen feindliche Angriffe. Strategisch wichtige Orte wurden damals von
Babenbergern und Kuenringern mit trutzigen Wehranlagen befestigt. In ihrem Schutz
entstanden Städte, die bis heute ihren ursprünglichen Charakter bewahrt haben. Rund 300
Jahre später, während der Renaissancezeit, entschlossen sich viele protestantische
Adelige dazu, ihre Burgen prächtig ausbauen zu lassen und so ihr Selbstbewußtsein
gegenüber dem katholischen Wiener Hof zum Ausdruck zu bringen. Als schließlich das
Schießpulver erfunden wurde, hatten die Burgen ihre schützende Aufgabe verloren. Viele
ehemalige Befestigungsanlagen wurden damals zu prunkvollen Sommerresidenzen umgestaltet.
Heute bilden eine Reihe von Burgen und Schlössern den stimmungsvollen Rahmen für
Konzerte, Ausstellungen und volkstümliche Veranstaltungen. Einige wurden durch
Gemeinden übernommen, andere gingen in Privatbesitz über und wurden etwa durch
Verschütten von Wall- oder Halsgraben ihrer ursprünglichen Form beraubt, oft der
Bequemlichkeit für den Zugang wegen. Besonders lobenswert hervorheben möchte ich die
ehemalige Ruine Grub, die durch die Privatinitiative des Herrn Franz Josef Hampapa heute
wieder als Burg eingetragen ist.
|